Britisch Kurzhaarkatzen "von Seckendorff"

Gesunde Katzenernährung

Gesunde Ernährung von Katzen

Es gibt verschiedene Arten der Ernährung von Katzen. Das Wichtigste ist jedoch, dass alle Inhaltsstoffe vorhanden sind, die ihre Samtpfoten auch benötigen.

Ob Trockenfutter, Nassfutter, selber kochen oder Barfen, jede Art der Ernährung hat seine Vor- und Nachteile. Als Katzenhalter sollte man alles einmal ausprobiert haben, um eine genaue Schlussfolgerung treffen zu können, was der Stubentiger am liebsten hat und am besten verträgt. Dazu benötigt man natürlich gewisse Grundkenntnisse, die sich aber relativ schnell erarbeiten lassen. Das Verdauungssystem unserer Hauskatzen und Rassekatzen haben sich zu ihrem Vorahnen nicht unwesentlich verändert. Darum sollte die Ration ähnlich angepasst sein, wie die ihrer wildlebenden Verwandten. Die wichtigsten Nährstoffe sind Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und natürlich Wasser.

Trockenfutter

Mit Abstand wohl bequemste Art der Katzenfütterung. Einfach die Verpackung öffnen und in den Futternapf geben. Eine Schale Wasser dazu und alle scheinen zufrieden zu sein. Leider ist das nicht die ganze Wahrheit. Zwar sind in Trockenfutter alle nötigen Nährstoffe enthalten, aber diese werden künstlich zugesetzt und viele Tierärzte bezeichnen es, als das "Fast-Food" für Katzen. Durch Erhitzung und Haltbarmachung des Futters ist es bis zu 18 Monaten haltbar und besitzt eine hohe Energiedichte. Aufgrund dessen reicht meist eine kleinere Portion, um die Tagesration zu erreichen. Besonders wichtig ist, bei einer reinen Trockenfutterfütterung die reichliche Aufnahme von Wasser. Katzen nehmen den meisten Anteil der Flüssigkeit durch die Nahrung auf, leider ist das bei dieser Art der Futteraufnahme nicht möglich. Unter Umständen können Nierenerkrankungen der Fall sein. Trotz Gütesiegel und anderen hoch qualitativen Auszeichnungen haben Trockenfuttermittel Defizite. Man kann leider keine Aussage über Herkunft und Verwertbarkeit der Proteine geben. Der Hauptbestandteil der Ernährung sollte tierisches Protein sein und kein pflanzliches. Wenn man dies beim Kauf nicht einsehen kann, wird dies mit Sicherheit seinen Grund haben. Kurz und knapp kann man sagen, je mehr Sie Ihrer Katze laut Fütterungsempfehlung auf dem Produkt zur Deckung des Tagesbedarfs geben müssen, desto schlechter wird die Qualität und die Verdaulichkeit sein.

Nassfutter oder auch Feuchtfutter

Bei Feuchtfutter werden die Zutaten miteinander gegart und zur Konservierung in den verschlossenen Behältern unter Druck erhitzt. Hierbei wird eine Haltbarkeit von bis zu zwei Jahren erreicht. Aufgrund des hohen Feuchtigkeitsgehalts benötigt man mehr Futter, um auf die Tagesration zu kommen. Auch hier gilt wieder das Gleiche wie beim Trockenfutter. Die benötigte Masse an Futter steht auf dem Produkt und man kann die Deckung des Tagesbedarfs leicht errechnen. Meist trinken Katzen wenig bei dieser Art der Nahrungsaufnahme, obwohl verschiedene Trinkplätze aufgestellt sind. Grund dafür ist der hohe Wassergehalt im Futter. Achten muss man auf den Fleischanteil, dieser sollte mindestens 60% Anteil haben. Immer Sorten mit Vollfleisch wählen und keine mit Getreide, ausgeschrieben wird das Futter meist als Getreidefrei. Leider werden auch hier die Angaben der Inhaltsstoffe vor der Behandlung angegeben und das wertvollere Futter ist relativ teuer. Zum Entsetzen aller Katzenfreunde haben gewisse Markenprodukte keine Taurinergänzung. Taurin ist ein wichtiges Supplement und muss der Katze zugeführt werden, um einen vernünftigen Stoffwechsel zu ermöglichen. In der Natur nehmen Katzen dies durch ihre Beutetiere auf.

Selber kochen leicht gemacht

Was für den Menschen selbstverständlich ist, kann es doch auch für die Katze werden. Zu beachten gibt es hier trotzdem ein paar Dinge. Die Zusammensetzung muss ca. 80% Fleischanteil haben, dies kann Muskelfleisch vom Rind, Pferd, Lamm, Geflügel oder Wild sein. Taurin muss ergänzt werden, da es beim Kochvorgang zum größten Teil zerstört wird. Bei den Fetten sollte man darauf achten, dass verschiedene Fleischsorten auch verschiedene Fettanteile haben. Lamm, Rind, Schwein haben mehr Fettanteil als Geflügel oder Kaninchen. Schweinefleisch kann den Virus "Aujeszky" beinhalten. In Deutschland steht Schweinefleisch aber unter harten Kontrollen und wurde offiziell virusfrei erklärt. Ab 60°C wird der Virus abgetötet und kann somit beim Kochen vernachlässigt werden. Kartoffeln (nicht roh), Nudeln und Reis können als Kohlenhydrate dienen, 15% Anteil reichen aber völlig aus. Leber ist ein wichtiger Lieferant von Vitamin A und D, einmal in zwei Wochen eine Ration ist auch hier ausreichend.

BARF – Biologisches Artgerechtes Rohes Futter

Beim BARF will man weitestgehend das Beuteschema imitieren. Das Futter soll so gut wie möglich an die natürliche Ernährungsweise der Katze angepasst werden. Da man aber keine lebenden Mäuse in der Wohnung herumspringen lassen möchte oder tote ganze Tiere verfüttern will, kann man gewisse Fleischsorten mit Gemüse schneiden und portionieren.

Kein Schweinefleisch füttern, aufgrund des Virusbefalls der möglich sein könnte. Bei allen anderen Fleischsorten gibt es keine Einwände, wenn das Fleisch frisch ist. Ganz wichtig ist, dass BARF-Regeln für Hunde nicht mit dem BARF-Regeln für Katzen übernommen werden kann. Das liegt daran, dass beide Ernährungstypen unterschiedlich sind. Gefährlich ist außerdem das alleinige füttern von rohem Fleisch. Hier kommt es zu verschiedenen Mangelerscheinungen. Hier ein paar Informationen zu den Einzelheiten:

Eiweiße:

·         alles außer Schweinefleisch

·         max. 1mal die Woche Fisch (Vitamin B Abbau)

Kohlenhydrate:

·         kann verzichtet werden

Mineralstoffe:

·         keine Knochen verfüttern, aufgrund Verdauungs-und Verstopfungsproblemen

·         Vitamin Optimix als Ergänzungsmittel füttern

Öle:

·         ein Teelöffel Lachsöl (schöneres Fell und Krankheitsvorbeugung)

Kalzium:

·         Eierschalen im Backofen, bei 80°C zehn Minuten erwärmen und dann mit Mörser und Stößel zerkleinern

·         in einem Behälter lagern und zu jeder Portion eine Brise geben

 Gemüse wird zwischen 5%-15% dazugeben. Gern gesehen sind hier Karotten oder Brokkoli. Auch andere Gemüsearten sind möglich. Auf keinen Fall Zwiebeln, rohe Kartoffeln oder grünen Paprika. Das kann zu Vergiftungen führen.

Wem das alles zu umständlich ist, dem kann auch geholfen werden. Mit dem Produkt "FELINI COMPLETE" kann man ganz einfach barfen. Nach Packungsbeilage die Ration einteilen und zum Rohfutter dazugeben. Hier sind alle Supplemente drin, die bei Rohfleisch fehlen. Einige "Gourmet-Katzen" mögen das Pulver aber nicht, somit nicht für Jedermann geeignet.

Zur erhöhten Akzeptanz kann man am Anfang Rindfleisch füttern und dann später erst auf andere Fleischsorten umsteigen. Die alleinige Fütterung einer Sorte Fleisch ist auch ratsam, aber keine Pflicht. Individuell anpassen kann man es je nach Geschmacksrichtung der Katze.

 

Für die Zuteilung von BARF gibt es eine Faustregel:

·         30 Gramm BARF pro Kilogramm Katze

Bedeutet, dass eine 5kg Katze, 150 Gramm BARF am Tag benötigt. Die Ration auf zwei Mahlzeiten einteilen und jeden Tag zur gleichen Zeit füttern.


Persönlich bin ich der Meinung, dass BARF die natürlichste aller Ernährungsarten ist. Es gibt allerdings einiges zu beachten, denn sonst bekommt die Fellnase Mangelerscheinungen.